Crowdfunding für Projekte

Zuerst solltest Du Dir klarmachen, ob und warum Crowdfunding die richtige und passende Finanzierungsform für Dich ist. Dann solltest Du Dich informieren, welche Crowdfunding-Plattform in Frage kommt. Lies dazu auch die Richtlinien auf den Plattformen und halte ggf. Rücksprache mit den Betreibern. Befürwortet die jeweilige Plattform Deine Crowdfunding-Kampagne und nimmt Dein Projekt auf, geht es los. Die konkreten Bedingungen und Voraussetzungen dazu stehen auf den jeweiligen Plattformen. Merke: Es kann auch sein, dass eine Plattform nach einem Vorgespräch oder Check Deine vorgeschlagene Kampagne ablehnt.

Auf den meisten Plattformen fällt eine Provision bei erfolgreich finanzierter Summe an – in der Regel zwischen 5 und 15 Prozent. Zudem solltest Du zum Kampagnenstart gutes und aussagekräftiges Video- und/oder Bildmaterial bereitstellen, damit Deine Kampagne auch erfolgreich verlaufen kann. Die Kosten dafür musst Du selbst tragen.

Man kann eine Kampagne alleine aber auch mit mehreren Personen starten. Es muss aber einen Ansprechpartner und einen Hauptverantwortlichen für das Projekt geben.

In der Regel können alle EU-Bürger mit einem Konto innerhalb der EU ein Projekt durchführen, wenn das Projekt eine deutsche Rechtsform aufweist. Zu den einzelnen Bestimmungen schaue bitte auf den jeweiligen Plattformen nach.

Meist verlangen die Portale eine Provision, die von Plattform zu Plattform unterschiedlich ist - der prozentuale Anteil bewegt sich gegenwärtig zwischen 4 und 15 Prozent der anvisierten Zielsumme. Merke: Der Betrag muss in der Regel nur dann entrichtet werden, wenn die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich ist. Meist fallen allerdings PayPal-Gebühren auf den Plattformen an.

(Startnext wiederum ist kostenlos. Hier erfolgt aber im Unterstützungsprozess eine voreingestellte Spende, die vom Unterstützer jedoch abgewählt werden kann. Wird sie nicht abgewählt, werden voreingestellt 10 Prozent der Unterstützungssumme an Startnext gespendet. Auch auf Indiegogo z.B. fällt eine Gebühr von 9 Prozent der anvisierten Zielsumme an, wenn der angestrebte Gesamtbetrag nicht erreicht wird. Zugleich ist es auf Indiegogo möglich, einen „flexiblen Zielbetrag“ für die eigene Kampagne festzulegen; das heißt: die eingegangenen Beträge dürfen auch dann behalten werden, wenn das Funding-Ziel nicht erreicht wurde).

Das ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich und wird genauso ausgehandelt wie die Laufzeit, in der das Projekt finanziert werden muss. So liegt die minimale Funding-Summe bei Startnext bei 100 Euro, bei Pledge Music sind es 1.000 Euro. Bei VisionBakery gibt es hingegen keine Mindestsumme. Auf Indiegogo kannst Du wiederum einen „flexiblen Zielbetrag“ für Deine Kampagne festlegen (die eingegangenen Beträge kannst Du demnach auch dann behalten, wenn das Funding-Ziel nicht erreicht wurde, allerdings steigt in dem Falle auch die Gebühr). Überprüfe Angaben zu den Mindestsummen immer auf den jeweiligen Plattformen und halte ggf. Rücksprache mit den Portalbetreibern.

In der Regel nicht. Und das heißt auch, dass ein Projekt überfinanziert werden kann, jedoch nicht unterfinanziert werden darf. 

Das ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich. Informiere Dich dazu auf den verschiedenen Plattformen. 

Auf den meisten Plattformen ist das nur in Ausnahmefällen und nur nach Rücksprache mit den Plattformen möglich. Sprich dazu mit den einzelnen Plattformen. 

Generell gilt: Wenn die Crowdfunding-Kampagne nicht gelingt, weil die anvisierte Summe nicht zustande kommt, werden die Beträge in der Regel wieder von der jeweiligen Plattform zurückgebucht. Ob und inwiefern Zinsen ausgezahlt werden und/oder Rückbuchungsgebühren anfallen, wird von jeder Plattform unterschiedlich gehandhabt.

So etwas muss immer mit der jeweiligen Plattform besprochen werden. In der Regel wird das aber nicht gerne gesehen und von den meisten Crowdfunding-Plattformen auch nicht empfohlen. Du solltest Dich vielmehr fragen: Warum war mein Funding nicht erfolgreich? Bespreche die Möglichkeiten eines wiederholten Crowdfundings immer mit dem entsprechenden Portal. Viele Portale empfehlen ein zweites Crowdfunding auch nur für ein Folgeprojekt.

Auch das muss mit der jeweiligen Plattform besprochen werden, in der Regel wird das ebenfalls nicht empfohlen. Auch hier empfehlen die meisten Portale ein zweites Crowdfunding nur für ein Folgeprojekt. Generell ist das aber möglich, das Projekt Bud Spencer hatte beispielsweise Kampagnen auf unterschiedlichen Plattformen.

Das ist nicht ausgeschlossen, hat aber in der Regel keinen Mehrwert, sondern verwirrt die Crowd und führt nicht zum Ziel. Auf Plattformen wie PledgeMusic ist es laut AGB auch gänzlich ausgeschlossen. Frage dazu immer bei den entsprechenden Portalen nach.

Alle Personen, die das 18. Lebensjahr erreicht haben und geschäftsfähig sind.

Das hängt von den jeweiligen Plattformen ab. Auf Startnext ist das möglich, der eigene Anteil darf aber nicht höher als 50 Prozent liegen. Auch auf VisionBakery geht es nur unter Veröffentlichung des Namens und des Betrags. Auch auf PledgeMusic ist dies problemlos durchführbar. Informiere Dich dazu immer auf den jeweiligen Plattformen.

Zunächst ist jeder zur Abführung der Umsatzsteuer verpflichtet, der ein Projekt startet. Die Steuersituation hängt jedoch von der jeweiligen Steuerform ab (z.B. Kleinunternehmer, gemeinnütziger Verein, Unternehmen etc.). Sprich dazu am besten mit einem Steuerberater.

Das ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich. Auf Startnext können z.B. Spenden angenommen werden, wenn hinter dem Projekt ein gemeinnütziger Verein, eine Stiftung oder eine andere spendenfähige Organisation steht. Auf VisionBakery gibt es hingegen keine Spendenmöglichkeit (VisionBakery hat jedoch die Rubrik "soziale Projekte", die es auf Startnext wiederum nicht gibt). Sprich die Modalitäten und Möglichkeiten immer mit den jeweiligen Plattformen ab. Im besten Falle sprichst Du auch mit einem Steuerberater.

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