Crowdinvesting für Investoren

Der Investor unterstützt ein Unternehmen, indem er zum Beispiel Beteiligungen am Unternehmen erwirbt. Der Mikroinvestor unterstützt damit monetär ein Unternehmen und wird in der Folge an den Erlösen des Unternehmens in Höhe seines Investments beteiligt.

Investieren kann jede volljährige und geschäftsfähige Person. Teilweise müssen die Investoren aber auch einen deutschen Wohnsitz haben. Informiere Dich dazu auf den entsprechenden Plattformen. Zu beachten gilt auch, dass es sich hier um eine Hochrisikoanlage handelt: Investoren sollten nur Geld investieren, das Sie auch riskieren können, weil die Ausfallwahrscheinlichkeit sehr hoch ist.

Die Beteiligungen sind von Plattform zu Plattform unterschiedlich. Meist handelt es sich um ein „partiarisches Nachrangdarlehen“, die „atypische stille Beteiligung“. Auch andere Beteiligungsformen sind vereinzelt möglich, so gewährt bankless24 z.B. Genussrechte, Bergfürst wiederum ist die erste Crowdinvesting-Plattform, auf der sich private Investoren als Aktionäre an innovativen Unternehmen beteiligen können. Über die konkreten Rechtsformen der Beteiligungen informiere Dich immer auf den jeweiligen Plattformen und lies dazu die AGB.

Das ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich: Auf Welcome Investment kann schon ab 1 Euro investiert werden, auf Companisto ab 5 Euro, auf bankless24 ab 100 Euro, auf Seedmatch, Bergfürst und Finmar ab 250 Euro, auf Innovestment hingegen erst ab 1.000 Euro. Dazu bitte auf den jeweiligen Plattformen informieren.

Ja, bei Seedmatch liegt die Summe z.B. bei 10.000 Euro, bei Welcome Investment bei maximal 50.000 Euro. Schaue dazu in unserer Übersicht

Ja, denn die Provision für die Plattformbetreibenden, die sich plattformabhängig auf fünf bis zehn Prozent beläuft, fällt auf die gesamte Investing-Summe an.

Auch das ist möglich, denn sowohl natürliche wie juristische Privatpersonen als auch Firmen/Unternehmen können investieren.

Dazu gibt es verschiedene Wege. In der Regel geschieht dies über PayPal, Kreditkartenzahlung oder Sofortüberweisung.

Auf den meisten Plattformen: Ja. Nur auf Innovestment geht es nicht und bei Bergfürst gilt: „Wer Aktien zeichnet oder handelt, wird nach den gesetzlichen Vorschriften legitimiert. Investoren erwerben vinkulierte Namensaktien, d.h. die Aktionäre werden in das Aktienregister des Unternehmens eingetragen. Das Unternehmen weiß also zu jeder Zeit, wer seine Aktionäre sind. Der Handel zwischen den einzelnen Investoren auf Bergfürst wiederum erfolgt anonym“.

Das ist von Plattform zu Plattform verschieden: Auf Seedmatch liegt die Mindestbeteiligungsdauer je nach Startup zwischen fünf und sieben Jahren, auf Innovestment beträgt sie genau sieben Jahre, auf Companisto wiederum acht Jahre. Welcome Investment hat hingegen das Ziel, keine Laufzeiten vorzugeben. Auch auf Bergfürst gibt es keine Beteiligungslaufzeiten.

Das ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich: bei Companisto geschieht das beispielsweise einmal jährlich.

Auch das ist möglich. In der Regel muss dafür nur ein deutsches Girokonto vorhanden sein oder eine deutsche Steuernummer vorliegen. Diesen Sachverhalt solltest Du immer mit der jeweiligen Plattform klären.

Wenn das unterstützte Startup sein Fundingziel nicht erreicht, bekommt man das Geld zurück. Ob und inwiefern angefallene Zinsen dann ausgezahlt werden, ist den AGB der jeweiligen Plattform zu entnehmen. Informiere Dich über den Vorgang der Rückbuchung auf den jeweiligen Plattformen und halte ggf. Rücksprache mit den Portalbetreibern.

Sowohl bei einer Beteiligung durch das partiarische Nachrangdarlehen als auch bei einer Beteiligung als stiller Gesellschafter handelt es sich um ein sogenanntes „Risikoinvestment“, bei dem ein Totalverlust immer möglich ist.

Nein. Es besteht alleinig das Risiko, dass das in das Startup investierte Kapital verloren geht. Genaueres ist jedoch den AGB der jeweiligen Plattform zu entnehmen.

Das hängt von der jeweiligen Beteiligungsform ab. So sind bei der Beteiligung durch das partiarische Nachrangdarlehen rein rechtlich keine Mitspracherechte verbunden. Beim der atypisch stillen Beteiligung kann der Investor hingegen unter Umständen sogenannte ‚Informations- und Kontrollrechte‘ erwerben. Genaueres ist immer den jeweiligen AGB der Plattform zu entnehmen, spreche ggf. auch mit den jeweiligen Portalbetreibern. Zu beachten ist auch: Es gibt bestimmte Auskunftspflichten seitens der Startups. Wenn die Startups dem nicht nachkommen, können Beteiligungen auch abgewickelt werden. Zusätzlich gilt, dass im Falle eines Wertpapierprospekts die darin enthaltenen Informationen verbindlich sind und eine Insolvenz zu Schadensersatzforderungen führen kann.

Die Gewinne aus den Beteiligungen sind für Privatpersonen Einkünfte aus Kapitalvermögen und werden mit der Kapitalertragsteuer (25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag) besteuert. Die Kapitalertragsteuer wird als Quellensteuer direkt von den Startups abgeführt. Investoren, die mittels einer Kapitalgesellschaft in ein Startup investieren, sollten darauf achten, dass die Gewinne aus den Beteiligungen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer unterliegen. Gewinne aus Beteiligungen an Startups, deren Crowdinvesting vor dem 04.02.2013 gestartet sind, werden mit dem persönlichen Steuersatz des Investors besteuert.

In der Regel ist für solche Fragen aber eine Steuerberatung hinzuzuziehen.

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