Crowdinvesting für Projekte

Zuerst solltest Du klären, ob Crowdinvesting die richtige Finanzierungsform ist und Du solltest eine passende Plattform auswählen. Dazu solltest Du ggf. auch mit den Plattformen Rücksprache halten. Findet sich eine passende Plattform und entscheidet sich die Plattform auch für dein Projekt, legst Du los. Allein bei Welcome Investment entscheidet nicht das Team der Plattform über den Kampagnenstart, sondern die Crowd tritt als Entscheider auf und wird in den Prozess der Auswahl eingebunden. Die Bedingungen und Voraussetzungen zum Crowdinvesting findet man auf den jeweiligen Plattformen.

Man kann eine Kampagne alleine aber auch mit mehreren Leuten starten. Es muss jedoch immer einen hauptverantwortlichen Ansprechpartner geben.

In der Regel geht das nur, wenn die Firma eine deutsche Kapitalgesellschaft in den Rechtsformen der GmbH und der Unternehmergesellschaft (UG) ist.

Ja, diese Summe wird immer von der jeweiligen Plattform festgelegt. 

Die Plattformen werden an einer erfolgreichen Crowd-Finanzierung eines Startups oder Unternehmens beteiligt. Der Anteil beläuft sich je nach Plattform auf fünf bis zehn Prozent der erfolgreichen Finanzierungssumme. Hinzukommen können noch weitere Kosten wie zum Beispiel Payment-Gebühren. Informiere Dich dazu auf den jeweiligen Plattformen.

Eigentlich gibt es keine Höchstsumme. Zu beachten ist aber, dass die sogenannte „Prospektpflicht“ bei einer Summe von 2,5 Mio. Euro beginnt (seit dem neuen Kleinanlegerschutzgesetz, das am 23. April 2015 in Kraft trat). Jedes Unternehmen sollte sich ohnehin aber genau überlegen, wie viel Kapital wirklich benötigt wird. Oftmals reichen auch 10.000 – 25.000 Euro aus, um einen ersten Prototypen zu bauen oder zu zeigen, dass das Konzept funktioniert.

Auf den meisten Plattformen fällt eine Provision bei erfolgreich finanzierter Summe an – in der Regel zwischen fünf und zehn Prozent. Zu beachten gilt jedoch, dass vor einer erfolgreichen Finanzierung eine professionelle Präsentation steht. So kann schon das Erstellen eines Videos oder von professionellen Fotos 2.000 – 5.000 Euro kosten. Möglicherweise kann es auch Sinn machen, einen Anwalt noch einmal über die Vertragswerke schauen zu lassen. Fazit: Etwas Kapital sollte bereits im Vorfeld eingerechnet werden.

Normalerweise nichts, da das Funding und folglich auch die Beteiligungen unter diesen Umständen nicht zustande kommen (näheres siehe vorherige Frage).

Das ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich. Auf Companisto, Seedmatch, Innovestment und Bergfürst geht es nicht. Auf Welcome Investment kann die Finanzierungsphase hingegen jederzeit abgebrochen werden (die bisher anfallenden Kosten, z.B. Rückbuchungsgebühren, fallen dann jedoch an).

Unter gewissen Umständen, ja. Das muss aber immer mit der jeweiligen Plattform besprochen werden.

Bei der Mindestanzahl der Mikroinvestoren gibt es keine Grenze nach unten und nach oben. Es wird mit der jeweiligen Plattform jedoch immer ein sogenanntes Funding-Ziel vereinbart. Dazu wird zunächst die Unternehmensbewertung in Absprache mit der jeweiligen Plattform bestimmt und eine Zielsumme festgelegt, die über die Crowdinvesting-Kampagne eingeworben werden soll. Im nächsten Schritt wird vereinbart, mit welchem Prozentsatz Investoren beteiligt werden. Davon ist dann auch abhängig, wie hoch der prozentuale Anteil des Unternehmensgewinns ausfällt, der an Mikroinvestoren veräußert wird.

Auf den meisten Plattformen ist das nicht möglich. Jede geschäftsfähige Person kann somit zum Investor werden. Bei Innovestment gibt es hingegen einen „Freischaltungs-Prozess“: Investoren müssen bei den Unternehmen zunächst um Zugang zu den detaillierten Unterlagen bitten, ohne Freischaltung kann nicht geboten werden. Dieser Prozess gibt den Unternehmen die Freiheit, Investoren ggf. auch ablehnen zu können.

Das wird unterschiedlich gehandhabt. Informiere Dich dazu auf den jeweiligen Plattformen. Grundlegend sollte darauf geachtet werden, dass die Crowdinvesting-Plattformen ein System anbieten, welches eine Kapitalaufnahme auch nach dem Crowdinvesting ermöglicht.

Oftmals ist der Marketingeffekt der Crowdinvesting-Kampagne genauso spannend und lohnend wie die Kapitalisierung an sich. Jedes Startup kann während der Kampagne das eigene Profil einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und die gewonnene Aufmerksamkeit für sich nutzen. Für viele ist das Crowdinvesting auch der erste Test auf dem freien Markt. Die Crowdinvesting-Plattformen präsentieren die Startups in dieser Zeit.

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